Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie

Hinweise zu Ambulanzen und Sprechstunden

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

mit der zunehmenden Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 sind wir gezwungen, unsere Kapazitäten in den Ambulanzen zu reduzieren. Planbare (elektive) Eingriffe bei Patienten mit gutartigen Erkrankungen ohne Komplikationsgefahr oder akute Gesundheitsgefährdung müssen wir derzeit nach Vorgaben des Gesundheitsministeriums verschieben. Alle Patienten (ohne Corona-typische Krankheitssymptome) mit Krebserkrankungen, bei denen operative Eingriffe anstehen bzw. geplant werden müssen, Patienten vor oder nach Transplantation, bzw. alle weiteren Patienten mit einem akut chirurgisch behandlungswürdigen Krankheitsbild werden selbstverständlich gerne von unserem Team willkommen geheißen.

Bitte beachten Sie auch, dass wir entsprechend der Empfehlungen des Gesundheitsministers strengere Hygiene-, Besuchs- und Zutrittsregeln für unsere Klinik umgesetzt haben, um die Gesundheit von derzeit gefährdeten Menschen zu schützen und zu erhalten.

 

Wir bitten um Verständnis.

Wir bieten unseren Patienten die Möglichkeit zur Telefon- oder Videosprechstunde. Hier können medizinische Fragen in einem Arzt-Patientengespräch, ähnlich wie bei einem Ambulanzbesuch, geklärt werden. Um einen Termin zu vereinbaren, rufen Sie uns bitte unter T +49 251 83-56361 an.

Bitte beachten Sie: Wir können leider nur Patienten per Telefon- oder Videosprechstunde versorgen, die bereits bei uns in Behandlung sind.

Die Kassenärztliche Vereinigung hat unter der 116117 eine Patientenhotline für „Corona“ eingerichtet. Hier beraten dann Ärzte Anrufer, die Sorge wegen Corona haben. Anrufer müssen allerdings mit relevanten Wartezeiten rechnen.

Öffentliche Testung durch das Netz der Haus- und Fachärzte (Medis Münster) neben dem UKM-Campus

Seit dem 26. September 2020 übernehmen Haus- und Fachärzte die Testungen in dem Container auf dem UKM-Campus (inklusive der Übermittlung der Testergebnisse). Das UKM führt diese öffentlichen Testungen nicht selbst durch, sondern das Netz der Haus- und Fachärzte (Medis Münster) ist für den gesamten Prozess verantwortlich.

Anfahrt Öffentliche Corona-Teststelle
Albert-Schweitzer-Str. (Richtung Roxeler Str.) / Kreuzung Schmeddingstr.
Zelt neben dem Familienhaus (Albert-Schweitzer-Str. 44)

Achtung: Für die Corona-Teststellen gilt eine separate Einfahrt!

Öffnungszeiten Medis-Teststelle über die Feiertage
Mo-Fr: 8-16 Uhr
Sa/So: 9-13 Uhr

Personen mit Corona-verdächtigen Symptomen, fraglichem Kontakt zu Corona-Infizierten oder roter App-Warnung sowie Reiserückkehrer oder Lehrer*Innen/Erzieher*Innen können unter T 116117 die jeweils zuständige Teststelle und deren Öffnungszeiten erfragen.

Informationen für stationäre Patienten

Angesichts der aktuellen Infektions-Situation in Deutschland führen wir bei allen ambulanten und stationären Patienten eine ausführliche telefonische oder persönliche Anamnese durch. Im Verdachtsfall, bei Patienten aus Risikogebieten und in bestimmten klinischen Bereichen testen wir Patienten vor der Aufnahme oder verlangen die Vorlage eines negativen Testergebnisses.

Bitte beachten Sie: Patienten ohne Covid-19-Symptome mit kurzfristigen Aufnahmeterminen sowie Notfälle werden aufgrund eines fehlenden Testergebnisses nicht abgewiesen.

Bitte beachten Sie: Um unsere Patienten, Mitarbeitenden und Besucher vor einer Infektion zu schützen und die Ausbereitung von SARS-CoV2 einzudämmen, ist in allen Gebäuden des UKM das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes erforderlich.

Für den Besuch des UKM dürfen Sie Ihre eigenen, privaten Masken nutzen. Sollten Sie keine Maske dabei haben, stellen wir Ihnen für Dauer ihres Aufenthaltes im Klinikum an der jeweiligen Pforte einen geeigneten Schutz zur Verfügung.

Das Betreten der Gebäude ist ohne Mund-Nasen-Schutz nicht gestattet. Achtung: Auch FFP-Masken mit Ausatemventil sind nicht erlaubt.

Besuche eingeschränkt möglich

Auf Grundlage der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalens sind am UKM ab sofort eingeschränkt Besuche für bestimmte Patientengruppen wieder möglich.

- Besuche sind ab dem sechsten Behandlungstag des Patienten/der Patientin möglich.
- Es sind maximal zwei Besuche pro Woche mit einer Dauer von maximal einer Stunde vorgesehen.#
- Als Besucher dürfen zwei fest benannte Personen empfangen werden. Es darf immer nur eine Person anwesend sein.
- Besuche sind werktags von 15.00 bis 19.00 Uhr, an Wochenenden und Feiertage von 08.00 bis 19.00 Uhr möglich.
- Die Besucher erhalten vom UKM vorab eine Besuchererlaubnis, die zusammen mit dem Personalausweis als Zutrittserlaubnis für das UKM gilt, und am Eingang überprüft wird.

Die Besucherregelung gilt für das Zentralklinikum sowie alle externen Kliniken. Ausnahmen werden lediglich für die Geburtshilfe, die Pädiatrie, für die Palliativstationen sowie – nach Absprache mit den verantwortlichen Ärztinnen und Ärzten – für schwerstkranke Patienten zugelassen. Bitte haben Sie Verständnis, dass es für einzelne Bereiche abweichende Vorgaben geben kann. Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie wird diese Regelung regelmäßig geprüft und angepasst. Bitte beachten Sie außerdem: Der Zugang zum Zentralklinikum ist NUR über die Haupteingänge Ost und West auf Ebene 04 möglich.

+++ UPDATE: Besucherstopp für die Stationen 11A und 11B Ost sowie die Station 12A Ost +++

Aufgrund der dramatisch steigenden Infektionszahlen mit SARS-CoV-2 sind ab sofort keine Besuche mehr auf den onkologischen Stationen der Medizinischen Klinik A möglich. Dies betrifft die Stationen 11A und 11B Ost sowie die Station 12A Ost. Ausnahmen von dieser Regelung sind nur in besonderen Ausnahmefällen (z.B. schwere Erkrankung mit akuter Lebensbedrohung) nach individueller Absprache mit der Stationsleitung möglich. 

Wir sind uns über die Tragweite dieser Einschränkungen bewusst. Der Schutz unserer Patienten, die oft eine stark geschwächte Immunabwehr aufweisen und in besonderem Maße durch einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung gefährdet sind, hat für uns jedoch oberste Priorität.

Vielen Dank für Ihr Verständnis! 

Hinweis zu unseren Ambulanzen und Sprechstunden

Liebe Patientin, lieber Patient,

wenn Sie in den kommenden Tagen einen Termin in einer unserer Ambulanzen haben, melden Sie sich bitte vorab, wenn

- bei Ihnen folgende Symptome bestehen: Fieber, Halsschmerzen und/oder Schluckstörungen, Husten, Atemnot, Geschmacks- oder Geruchsverlust, allgemeine Abgeschlagenheit und/oder Leistungsverlust, soweit nicht durch eine bestehende Vorerkrankung erklärbar, Magen-Darm-Symptome, starken Schnupfen

- Sie Kontakt zu einer SARS-CoV-2 positiven Person hatten

- oder positiv auf Coronavirus getestet wurden.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besprechen mit Ihnen das weitere Vorgehen.

Kommen Sie bitte nicht in unsere Ambulanzen, wenn Sie unsicher sind, ob Sie von COVID19 betroffen sind.


Vielen Dank!

Bauchspeicheldrüsenerkrankungen (Kompetenzzentrum Pankreaschirurgie):

Das UKM-Pankreaszentrum bündelt sämtliche Kompetenzen rund um die Behandlung von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), insbesondere des Pankreaskarzinom. Die Behandlung von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse stellt an unserer Klinik einen besonderen Schwerpunkt dar. Seit vielen Jahren führen wir die chirurgisch anspruchsvollen Operationen an der Bauchspeicheldrüse in großer Fallzahl und mit sehr guten Ergebnissen durch. Seit Dezember 2012 sind wir von der deutschen Krebsgesellschaft (DKG) als Pankreaskarzinomzentrum zertifiziert.

Neben der chirurgischen Expertise ist die fachübergreifende Zusammenarbeit aller an Diagnostik und Therapie beteiligten Experten ein besonderes Merkmal des Kompetenzzentrums. Da unsere Pankreaschirurgie in eine universitäre Höchstleistungsmedizin auf allen Gebieten eingebettet ist, können bei Bedarf weitere Spezialisten ohne Zeitverzug in die Behandlung eingebunden werden. Alle beteiligten Kliniken und Institute sind führend auf ihrem Gebiet. Durch diese enge kollegiale Kooperation können wir unseren Patienten stets eine individuelle Behandlung auf Basis der neuesten wissenschaftlichen und klinischen Erkenntnisse ermöglichen.

Akute Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)

Eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse kann durch Gallensteine, die in den Hauptgallengang wandern, verursacht werden. Zum anderen ist der Alkoholkonsum ein häufiger Auslöser der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung. Die Schmerzen sind in der Regel massiv geprägt und werden als "gürtelförmig" beschrieben. Die Bauchspeicheldrüse produziert in solche Entzündung exzessiv Verdauungsenzyme. Die Diagnose wird anhand der erhöht gemessenen Entzündungswerte im Blut sowie die vom Pankreas produzierten Verdauungsenzyme aber auch mittels einer Computertomografie gestellt. Die Form der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung kann mild bis hin zu zu einem schweren Gewebsuntergang verlaufen.

Die frühzeitige Erkennung des Krankheitsbildes und die interdisziplinären Therapiekonzepte sind bei einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung wichtig. Eine milde Form solcher Erkrankungen wird in der Regel konservativ behandelt. Ist die Ursache für die Entzündung ein Gallenstein, dann erfolgt eine endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikografie (ERCP). Dabei handelt es sich um eine radiologische Untersuchung bei der unter Verwendung von Kontrastmittel die Hohlräume der Gallenwege, Gallénblase oder die Gänge der Bauchspeicheldrüse durchleuchtet werden.

Liegt eine schwere Form der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung mit Gewebsuntergang (nekrotisierende Pankreatitis) vor, kann es abhängig von dem klinischen Verlauf und der mikrobiologischen Untersuchung eine minimalinvasive Operation zur Entfernung der abgestorbenen Gewebsanteile notwendig sein.

Chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung

Bei der chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung handelt sich um immer wieder auftretende Schmerzen im mittleren Oberbauch, die in den Rücken ausstrahlen können. Ursächlich hierfür kann neben dem Alkoholmissbrauch auch genetische Faktoren und das Rauchen eine Rolle spielen die häufigen chronisch-entzündlichen Schüben führen zu dem Untergang des Drüsengewebes und Ersatz durch Bindegewebe sowie Kalkbildung im Pankreasgang. Eine chirurgische Therapie der chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündungen ist dann indiziert, wenn die auftretenden Schmerzen konservativ nicht ausreichend zu behandeln sind oder eine bösartige Entartung der Bauchspeicheldrüse verdächtig ist.

Das chirurgische Therapiekonzept einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung wird individuell und interdisziplinär in enger Zusammenarbeit mit Pankreas-Spezialisten aus anderen Fachdisziplinen des UKMs erstellt. Hier kommen je nach Ausprägung der Krankheit, Struktur der Bauchspeicheldrüse sowie feingeweblicher Untersuchung entweder drainierende oder resezierede Verfahren in Anwendung.

Zystische Bauchspeicheldrüsenerkrankungen

Neben den Pankreatitis-assoziiierten Pseudozysten stellen vor allem intraduktale papillär-muzinöse Neoplasien (IPMN), muzinös-zystische Neoplasien (MCN), serös-zystische Neoplasien (SCN) und solid-pseudopapilläre Neoplasien (SPN) die häufigsten zystischen Pankreasläsionen dar. Häufig werden diese seltenen Erkrankungen als Zufallsbefund festgestellt und können über längere Zeit keine Beschwerden verursachen. Das Entartungsrisiko ist abhängig von mehreren Faktoren. Eine Operation ist allerdings nicht in jedem Fall notwendig. Mit den heutigen Möglichkeiten der apparativen und endoskopischen Diagnostik sowie anhand der aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse können wir Sie individuell beraten und Behandlungsstrategien anbieten.

Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)

Bauchspeicheldrüsenkrebs kann aufgrund der fehlenden Symptome in der frühen Phase erst verzögert entdeckt werden. Hierfür ist die spezielle Lage der Bauchspeicheldrüse ursächlich. Der Bauchspeicheldrüsenkrebs macht etwa 3 % aller Krebserkrankungen aus. Die Diagnostik erfolgt durch bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Computertomografie oder Magentresonanztomographie.

Die einzige heilende Therapie des Bauchspeicheldrüsenkrebs des ist die vollständige operative Entfernung des Tumors. Je nach Lage und Ausmaß des Tumors ist entweder eine teilweise- oder vollständige Entfernung der Bauchspeicheldrüse notwendig. Hier kommen sowohl konventionelle als auch minimale-invasive und robotisch-assistierte Verfahren in Einsatz.

Wie jeder Krebspatient, werden auch Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs in unserer fachübergreifenden Tumorkonferenz besprochen um einen persönlichen Behandlungsplan zu erstellen, auch nach erfolgter Operation.

 
 
 
 

Kontakt

Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie

Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Andreas Pascher
Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude W1
Waldeyerstraße 1
48149 Münster

T +49 251 83-56361
F +49 251 83-56414
birgit.freitag(at)­ukmuenster(dot)­de

Anfahrt mit: Google Maps

Auszeichnung

Bildversand ans UKM

Mitglied im WTZ Netzwerkpartner Münster

Internationale Patienten

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